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Ein Wirres Grinsen geht frei!! Do 30. Jun 2016 06:36:09
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Eine überschaubare Anzahl von Neutouren und diese dann noch, bis auf zwei Ausnahmen, in Schwierigkeitsgraden, die perfekt auf meine abgrundtiefe Plättung nach drei Wochen full throttle im desert SW abgestimmt sind, begrüßten mich, als ich Anfang des Monats mit einem satten jet lag meine Kontrollrunde durch die Gruben drehte. Trotz des vorherrschenden Sauwetters, ich wünsche mich an manchen Tagen back to the desert, konnte ich alle neuen Routen unter die Hufe nehmen, damit ich die News mit Leben erfüllen kann.
Beginnen wir am Yosemite Wändchen, wo wir im letzten Monat stehen geblieben sind. Hier hat Peter Holy im zentralen Wandteil mit der Protein Mix VII- Meter gemacht, indem er vom ersten Haken der Protein Pur nach links weggebrochen ist und quer durch die bestehenden Routen bis zum Umlenker der Tixi gekreuzt ist. Knifflig und etwas brüchig wird es am Ende der Querung, wenn Ihr aus der Euphemismus basalticus den Umlenker der Tixi ansteuert, ansonsten wird ganz nette Kletterei geboten, bei der es durchaus sinnvoll ist alle Zwischensicherungen ordentlich zu verlängern.
Am Yosemite Pfeiler begab ich mich rechts der Kraftzwerge mit Atonement VII+ auf die Kurzstrecke. Hier geht es recht luftig zum ersten Haken und dann folgt eine deftig spannweitenabhängige Crux zum Umlenker, die für Leute mit kurzen Ärmchen recht bitter ausfallen könnte.
In der Arena kletterte Peter Der falsche Riss VI zwischen Lord oft he Dance und Always Ultra. Auf den ersten Blick könnte man denken, dass diese Linie deftig reingequetscht ist, aber beim Klettern stellt sich heraus, dass sie doch genügend Eigenständigkeit besitzt und damit als Route durchgehen kann, die unter einem eigenen Namen firmieren kann. Der Riss bietet feine Finger- und Handrisskletterei, kann komplett mit Cams abgesichert werden oder mit den Haken der beiden Routen links und rechts daneben. Da hat Peter Augenmaß für einen erfreulich schönen Neuzugang bewiesen.
Und das hat er auch bei der Sounds of music VI+ rechts der Sound of silence in Rammstein an den Tag gelegt. Diese Risslinie bietet anhaltend unterhaltsame Risskletterei, bei der Ihr auch in puncto Absicherung auf Eure Kosten kommt, denn diese ist gar nicht mal so trivial. Für den Statistiker sicherlich gut zu wissen, dass diese Tour als 1600. Route in die DB einging.
Rechts daneben kletterte Peter eine EV zu Herz AS. Vom Einstieg der Kadavergehorsm folgt die EV einem rechtsansteigenden Riss zum dritten Haken der Herz AS und von da geht es entlang des Ausstiegsrisses zum Umlenker. Durch die EV könnt Ihr Euch die knifflige einstiegskante der Herz AS sparen und die Schwierigkeit reduziert sich auf solide VII-.
Im KraftKlub legte Peter noch einen Quergang hin, der vom dritten Haken der An Tagen wie diesen bis zum Umlenker der Waffenbrüder auf halber Wandhöhe durch den zentralen Teil des Sektors führt. In der Muss das sein VII- muss es mal in der Querung aus der Belzebong zur Greenmachine cruxtechnisch sein.
Schwierigkeitstechnisch aus dem Rahmen fällt Swens Corner Fight VIII+ am Schiffsbug, eine kurze, dafür umso heftigere, Kantenkletterei links der Panama Papers. Sobald Eure Füße vom Boden abheben brennt in der Tour die Luft und die Crux zum Umlenker dürfte so manchen onsight-Versuch (wie auch meinen) im Seil enden lassen.
Ein persönliches Highlight glückte mir am Ende des Monats mit der ersten freien Begehung von Ein Wirres Grinsen in Mordor. Noch immer gehört diese Linie, die ich vor 14 Jahren roped-Solo erstbegangen habe, zu den ganz herben Technotouren im Gebiet, die meines Wissens nach in all den Jahren keine zweite Begehung gesehen hat. Schon eine geraume Weile habe ich mir überlegt die Route einmal näher anzuschauen, um zu checken, ob sie in freier Kletterei möglich ist. Beflügelt nach dem diesjährigen USA-Trip fiel mein Urteil in dieser Hinsicht durchaus positiv aus, der Gedanke eine chicken bolt in der glatten Wand im unteren Teil zu setzen wurde schnell ad acta gelegt, der olle RURP, der zum ersten bolt ausgestiegen werden muss, langt als mentale Krücke voll und ganz. Die knackigen Züge im unteren und oberen Wandteil waren flott ausgecheckt und das GFP-Potential im unteren Teil mit leichtem Magengrummeln akzeptiert. Im unteren Wandteil werden Fußtechnik und Fingerkraft in den BAT-hook - Löchern abgefragt, das Motto ganz klar „Edging skills or hospital bills“, nach dem ersten bolt entspannt sich die Situation spürbar, nur vom Band im oberen Wandteil bis zum Umlenker wird in der Rißspur noch einmal dezent kopflastiges human meat bomb – Gelände geboten. Egal ob C3F in den Leitern oder 8+R an Fuß- und Fingerspitzen, die Linie ist und bleibt ein Kracher und haut in die gleiche Kerbe wie Girls Club, Geflügelfrikadelle, Disaster Area sowie auf der Kurzstrecke BWV 248 und Dance2Techno – Kletterei, die bleibende Eindrücke hinterlässt wird geboten.

Geschrieben von Alex
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